„Schlafapnoe – Auswirkungen auf Herz und Kreislauf“

(SHG Essen- Bi) 30 Millionen Menschen in Deutschland schnarchen. 800.000 von ihnen leiden unter bis zu 500 nächtlichen Atemstillständen von bis zu jeweils drei Minuten. Fallen Zungen- und Rachenmuskulatur in sich zusammen, gibt es nicht nur das typische rasselnde Geräusch, es kann auch zu einem vollständigen Atemwegverschluss mit Atmungsaussetzern kommen. Dieses wird erstaunlicherweise vom Schläfer selbst nicht bemerkt. Er erstickt nicht etwa im Schlaf, da es bei Sauerstoffmangel zu unterbewussten Weckreaktionen des Gehirns kommt. Der Unterkiefer wird nach vorne geschoben und die Atmung setzt sofort wieder ein. Der Schläfer kommt aber dadurch nicht in die Tiefschlafphase. Er schläft nicht erhol-sam, er ist morgens müde und unausgeschlafen. Die Müdigkeit setzt sich als Tagesschläfrigkeit fort. Die Betroffenen neigen dazu, in monotonen Situationen einzunicken (Sekundenschlaf am Steuer). Unbehandelte Schlafapnoe birgt gravierende Risiken: Bluthochdruck, Herzinfarktrisiko, Schlaganfallrisiko, mangelnde Leistungsfähigkeit. Wenn eine Schlafapnoe nicht behandelt wird, wirkt sich dies schon bald negativ auf den gesamten Organismus aus. Bleibt die Schlafapnoe unbehandelt, zieht dies eine ganze Reihe teils gravierende Folgeerkrankungen nach sich – ähnlich wie bei einem umgestoßenen Dominostein, der automatisch weitere Steine umfallen lässt. Letztlich verkürzt eine ausbleibende Behandlung der Schlafapnoe die Lebenserwartung, das haben verschiedene wissenschaftliche Studien erwiesen. Besonders ernst nehmen sollte man die Auswirkungen auf Herz, Kreislauf und das Gehirn. Die Schlafapnoe kann lebenswichtige Körperfunktionen empfindlich stören, die Folgen reichen von Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzinfarkt. Außerdem erhöht sich im Alter das Risiko, im Schlaf einem plötzlichen Herztod oder Schlaganfall zu erliegen. Einen direkten Zusammenhang gibt es auch zwischen SBAS und Bluthochdruck: Medizinische Untersuchungen zeigen, dass zwischen 50 und 70 Prozent der Apnoe-Patienten unter dauerhaft erhöhtem Blutdruck leiden. Gleichzeitig sind fast ein Drittel der Menschen mit Bluthochdruck auch von einer Schlafapnoe betroffen. Insofern kann die Schlafapnoe tatsächlich eine Ursache für Bluthochdruck sein.

Am Dienstag, den 17. Juni 2014 ab 19:00 Uhr berichtet und erklärt der Essener Kardiologe Herr Dr. med. Norbert Ophoff von der Kardiologischen Praxis am Alfried-Krupp-Krankenhaus in der MUNDUS-Senioren-Residenz (Eingang 8) im Girardethaus in Essen Rüttenscheid die o.g. Zusammenhänge.

An gleicher Stelle finden ab 18:00 Uhr eine Maskensprechstunde, sowie eine Gesprächsstunde für Therapieanfänger und Interessierte statt.

Die SHG Essen und Iserlohn sind beide im Bundesverand Schlafapnoe Deutschland (BSD) und folgen dem Aufruf
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Freddy Klahold
SHG Schlafapnoe/Atemstilstand Iserlohn e.V.

Über Freddy Klahold

1. Vorsitzender der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstillstand Iserlohn e.V
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