Mehr Schlafstörungen – Versorgung hält nicht Schritt

DAK-Gesundheitsreport
Deutschland ist müde. Flächendeckend leiden die Menschen im Lande an Ein- und Durchschlafstörungen. Therapiert wird offenbar zu selten. Dafür fehlt Know How.
Von Anno Fricke
BERLIN. Vier von fünf Menschen in Deutschland schlafen schlecht, knapp jeder zehnte Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren leidet unter krankhaften Schlafproblemen. Der Verbrauch an Schlafmitteln steigt signifikant. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport hervor. 2009 hatte die DAK schon einmal die Schlaflosigkeit in Deutschland unter die Lupe genommen. In den sieben Jahren seither hat unter den 35- bis 65-Jährigen die Häufigkeit von Störungen des Schlaf-Wachrhythmus um 66 Prozent zugenommen.
Der grassierende Schlafmangel hat Folgen. Annähernd jeder zweite ist im Job müde, jeder dritte regelmäßig erschöpft. Für diese Werte hat das Berliner IGES-Institut im Auftrag der DAK die Daten von 2,6 Millionen Versicherten ausgewertet. 5200 erwerbstätige Frauen und Männer sind zudem vom Forsa-Institut befragt worden.
Arbeiter, vor allem die ungelernten (13,3 Prozent), leiden demnach am häufigsten unter Schlafstörungen. Unter Selbstständigen ist das Problem kaum bekannt (1,4 Prozent). Arbeitsbedingte Risikofaktoren seien vor allem häufige Nachtschichten (sechs bis acht pro Monat), Termin- und Leistungsdruck sowie Überstunden, berichtete IGES-Geschäftsführer Hans-Dieter Nolting. Wer immer am Mobiltelefon erreichbar sei oder bis in die Puppen fernsehe oder am Computer sitze, erhöhe sein Risiko, nicht mehr durchzuschlafen.
Rund 70 Prozent der Betroffenen wenden sich mit ihrem Leiden nicht an Ärzte. „Die Versorgungssituation ist dramatisch schlecht“, sagte der Leiter des Charité-Schlaflabors Professor Ingo Fietze bei der Vorstellung des Reports am Mittwoch in Berlin. Es fehlten niedergelassene Somnologen, Apotheker klärten zuwenig über die Wirkung rezeptfreier Arzneien auf. Chronisch schlaflose Patienten, die mit Schlafmitteln dauertherapiert würden, erhielten zu selten eine fortlaufende Betreuung durch ihre Hausärzte.
„Dringenden Handlungsbedarf“ stellte DAK-Chef Andreas Storm fest. Es müsse auf noch breiterer Basis der Status der Schlafstörungen im Lande erhoben werden. Zudem müssten sich mehr Ärzte in der Schlafmedizin fortbilden. Die allgemeine Erschöpfung im Job müsse im betrieblichen Gesundheitsmanagement ankommen.

Somnologie in Zahlen
700 Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Somnologe gibt es in Deutschland.
310 Schlaflabore stehen flächendeckend zur Verfügung.
34 Millionen Menschen hochgerechnet leiden unter Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus.

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Auch ohne Beschwerden zum Arzt zur Darmkrebsvorsorge

Zur Darmkrebsvorsorge muss man frühzeitig gehen

Baierbrunn· Kaum eine Früherkennungsmaßnahme ist so erfolgreich wie die Darmspiegelung – wenn sie rechtzeitig erfolgt. „Zu Früherkennungs-Untersuchungen muss man dann gehen, wenn man gesund ist“, betont Professorin Monika Sieverding vom Psychologischen Institut der Universität Heidelberg im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. „Denn wenn man wartet, bis Beschwerden auftauchen, werden viele Tumore erst spät entdeckt. Die Heilungschancen sind dann deutlich schlechter.“ Zwar hielten die meisten Menschen die Darmkrebsvorsorge für wichtig. „“Doch dann finden sie immer Gründe, warum es gerade nicht passt.“ Viele schieben laut Sieverding die Entscheidung vor sich her, weil sie das Ergebnis fürchten.
Besondere Vorbehalte haben oft Männer: Für sie seien Untersuchungen im Intimbereich „eine gravierende Barriere“, so die Professorin. Auch machten sich Männer allgemein weniger Gedanken um ihre Gesundheit. „Doch Verdrängen bringt nichts bei der Darmkrebsvorsorge“, mahnt Sieverding. „Wenn Ärzte Polypen und Frühstadien von Krebs entfernen, lebt man hinterher so wie zuvor. Und wenn nichts gefunden wird, hat man zehn Jahre Ruhe bis zum nächsten Termin.“ Männer bekommen das Darmkrebs-Screening künftig ab 50 Jahren von der Krankenkasse bezahlt – fünf Jahre eher als bisher und fünf Jahre früher als Frauen. Da Männer häufig schon in jüngeren Jahren Polypen oder Tumore haben und ihr Risiko an Darmkrebs zu erkranken höher liegt als bei Frauen, schafft man durch diese Herabsetzung der Altersgrenze für beide Geschlechter gleich gute Möglichkeiten der Vorsorge und Früherkennung.
Pressekontakt:
Sylvie Rüdinger
Tel. 089 / 744 33 194
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: ruedinger@wortundbildverlag.de

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Bilanz nach fünf Jahren IGel-Monitor

*AK Gesundheit*
*Krebsselbsthilfeorganisationen* Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
jeder zweite Patient bekommt beim Arztbesuch sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) empfohlen. Diese IGeL müssen von den Versicherten privat bezahlt werden; die Krankenkassen übernehmen diese Leistungen nicht oder nicht mehr. In den meisten Fällen geht es um Früherkennungsuntersuchungen wie beispielsweise Ultraschall oder Lungenfunktionschecks.

Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) betreibt seit nunmehr fünf Jahren das Internetportal http://www.igel-monitor.de. Mit diesem Portal soll Patient/innen eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfe für und gegen IGeL zur Verfügung gestellt werden.
Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des IGeL-Monitors kommt der MDS zu dem Schluss kommt, dass die meisten IGeL mehr schadeten als nützten.
Hier der Link zu der heutigen Pressemitteilung (vom 16.02.17) mit näheren Informationen zu den Bewertungen:

https://www.mds-ev.de/presse/pressemitteilungen/neueste-pressemitteilungen/bilanz-nach-fuenf-jahren-igel-monitor.html

Mit freundlichen Grüßen
Martina Huth
Referentin, MPH
Gesundheit, Prävention und Bevölkerungsschutz
Der Paritätische Gesamtverband Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Telefon: 030 24636 -334
Telefax: 030 24636 -150
E-Mail: gesundheit@paritaet.org

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1. Iserlohner Schlafkongress

(Text Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung)Iserlohn. Als vollen Erfolg bewertet Freddy Klahold, Vorsitzender der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Iserlohn, den 1. Iserlohner Schlafkongress, der am Samstag, 28. Mai 2016 im Parktheater stattgefunden hat.

Zahlreiche Besucher verfolgen die Ausführungen der Referenten

Zahlreiche Besucher verfolgen die Ausführungen der Referenten

Es war einer der prägenden Momente in seinem Leben, wenige Sekunden nur andauernd, doch das Erlebnis vor mittlerweile 17 Jahren veränderte Dieter Wahls Dasein von Grund auf. Früh an einem Sonntagmorgen war der Berufskraftfahrer mit seinem Laster gen England aufgebrochen und mittlerweile seit einigen Stunden unterwegs. Monotoner Alltag auf der Straße für den Schwaben. „Und plötzlich sehe ich auf die Fahrbahn und denke, warum fahre ich denn von der Autobahn ab, hier gibt es doch gar keine Ausfahrt.“ Für eine Reaktion ist es längst zu spät, Wahls Laster schrammt schon entlang der Leitplanke, legt sich auf die Seite. Der Lärm in der Fahrerkabine ist ohrenbetäubend, als das Fahrzeug über den Asphalt rutscht.
Momente, die sich zu einer Ewigkeit dehnen
Sekundenschlaf  -  in der Diskussien

Sekundenschlaf – in der Diskussien

„Es waren Sekunden, aber für mich war es eine unglaublich lange Zeit“, erinnert sich Dieter Wahl an die fatalen Folgen seines Sekundenschlafs, „glücklicherweise ist dabei kein Mensch zu Schaden gekommen, weil kaum jemand unterwegs war“. Wenig später wird bei ihm Schlafapnoe diagnostiziert, seither engagiert sich Wahl, um über die Krankheit aufzuklären – so auch am Samstag, als der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Schlafapnoe Deutschland (BSD) als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion beim 1. Iserlohner Schlafkongress im Parktheater auftrat.

Auch Polizeihauptkommissar Andreas Filthaut zählte zu der Runde, die im Löbbeckesaal über die Gefahren des Sekundenschlafs sprach. Wissenschaftlich haltbare Zahlen gebe es nicht, räumte Filthaut ein, Schätzungen jedoch besagen, dass etwa jeder dritte Unfall auf Fernstraßen auf das spontane Einnicken des Fahrers zurückzuführen sein könnte. „Es kommt sehr häufig vor, dass meine Kollegen bei der Aufnahme des Geschehens keinen Grund für die Unfallursache erkennen können. Und kein Fahrer, wenn man ihn denn noch befragen kann, gibt zu, dass er eingeschlafen ist.“ Dieter Wahl warnt derweil vor dem Irrglauben, dass frische Luft oder laute Musik helfen könnte, den Sekundenschlaf am Steuer zu verhindern. „Das zögert das Unvermeidliche nur heraus. Wenn sie müde sind, werden sie einschlafen. Fahren sie von der Straße, trinken sie einen Kaffee, machen sie dann für 15 Minuten die Augen zu, das ist das einzige, was überhaupt hilft.“

Lange wurde die Schwere von Gesundheitsschäden durch ungesunden Schlaf eher stiefmütterlich behandelt. Zu Unrecht, betont BSD-Bundesvorsitzender Werner Waldmann, der den Schlafkongress im Theater moderierte.IMG_2571
Unbehandelte Schlafapnoe etwa stehe sehr häufig im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Herzinfarkt, aber auch Schlaganfällen, Depressionen, Diabetes oder Stresserkrankungen. „Es gibt mittlerweile rund eine Million behandelte Patienten in Deutschland, Schätzungen sagen, dass etwa drei bis vier Prozent der Bevölkerung an Schlafapnoe leiden“, verweist Waldmann zudem darauf, dass die nächtlichen Atemaussetzer als Volkskrankheit zu bewerten sind. „Der Atem setzt bis zu drei Minuten aus, bis das Hirn Alarm schlägt. Das kann bis zu 30 bis 40 Mal pro Nacht geschehen, verbunden mit extrem hohem Blutdruck, so dass das Herz Schwerstarbeit leisten muss“. Menschen, die unter Tagesmüdigkeit leiden, aber keine Erklärung für ihren Zustand haben, forderte der Fachmann auf, Kontakt zu ihrem Hausarzt aufzunehmen, um letztlich von Fachärzten diagnostische Gewissheit darüber zu erlangen, ob sie betroffen sind. „Ein Besuch im Schlaflabor tut nicht weh.“ Und die Behandlungsmöglichkeiten der Krankheit werden immer ausgefeilter, bis hin zur telemedizinischen Betreuung von Patienten. Auch auf Seiten der Fahrzeughersteller ist die Sensibilität für das Thema größer geworden. Neben den gängigen Assistenzsystemen, die den Fahrer per Warnton darauf aufmerksam machen, wenn sein Fahrzeug die Spur verlässt, könnte demnächst auch die Pupillenmessung zur automobilen Standardausrüstung zählen. „Diese Systeme gibt es, auch wenn sie noch in der Experimentierphase sind und viele Spediteure aus Kostengründen nicht darauf zurückgreifen“, weiß Werner Waldmann.
Klahold kündigt schon eine Neuauflage an

Dieter Wahl schläft seit dem Zeitpunkt der Diagnose seiner Krankheit mit einer an ein sogenanntes CPAD-Gerät angeschlossenen Atemmaske, die ihm nachts Luft verschafft. Und er hat seinen Lebensrhythmus verändert. Termine haben nicht länger die absolute Kontrolle über sein Leben, sagt der Berufskraftfahrer, der in einer Branche arbeitet, in der Pünktlichkeit von immenser Bedeutung ist: „Mittlerweile pfeife ich auf einen Termin, wenn ich feststelle, dass es nicht mehr geht. Auch wenn der Kunde sich aufregt: Es ist besser, ich komme eine halbe Stunde später an als gar nicht.“ Und eine solche Einschätzung, basierend auf etwas gesundem Egoismus, befürwortet letztlich auch Hauptkommissar Filthaut: „Achten sie mehr auf sich!“

Kongress-Veranstalter Freddy Klahold, Vorsitzender der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Iserlohn, zeigte sich am Ende des Tages höchst zufrieden. Sowohl die Publikumsresonanz als auch die Qualität der Referenten beim 1. Iserlohner Schlafkongress seien ausgezeichnet gewesen.. „Bis zum letzten Vortrag war der Saal voll besetzt, das war ein toller Erfolg.“ Und weil die Selbsthilfegruppe mit dem ersten Schlafkongress offenbar einen Nerv getroffen hat, sei eine Neuauflage der Veranstaltung mehr als wahrscheinlich, so Freddy Klahold.
Alle Bilder: SHG FK

Dr. Burbach

Dr. Burbach

Prof. Dr. Teschler

Prof. Dr. Teschler

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Studienfahrt 2016 zur Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe

Am 25. Juni 2016 war es wieder soweit. 25 Mitglieder der Gruppe trafen sich zur Studienfahrt 2016 nach Bad Lippspringe, um das Schlaflabor in der Karl-Hansen-Klinik zu besichtigen.SHG Schlafapnoe - Karl Hansen Klinik
Am späten Vormittag erreichten wir die Klink, nachdem wir vorher ein schmackhaftes Frühstück auf einem Rastplatz eingenommen hatten.

Frühstück am Bus

Frühstück am Bus

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Auch bei Regen hielt die gute Laune

Auch bei Regen hielt die gute Laune


Das Zentrum für Schlafmedizin („Schlaflabor“) der Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe bei Paderborn entstand bereits in den 1980er-Jahren als eines der ersten seiner Art in Nordrhein-Westfalen. IMG_2626
Von Beginn an wurde es durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin aufgrund der bestehenden Qualitätskriterien akkreditiert. Das Schlaflabor nahm immer wieder erfolgreich an den Qualitätskontrollen durch die Fachgesellschaft teil und gehört mit aktuell 22 Polysomnographieplätzen zu den großen Schlaflaboren Europas. Der einstündige Fachvortrag, gehalten vom Chefarzt Dr. W. Böhning, war in jeder Beziehung praxisorientiert und konnte im Detail alle wichtigen Fakten klären und war insgesamt ein außergewöhnlich informatives Erlebnis.
In der Klinikmensa nahmen wir ein schmackhaftes Mittagessen ein.
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vor der Weiterfahrt noch ein heilender Trunk aus den Quellen

vor der Weiterfahrt noch ein heilender Trunk aus den Quellen


Mit dem Bus erreichten wir am Nachmittag die Innenstadt von Bad Lippspringe, wo jeder individuell Gelegenheit hatte, die Schönheiten der Stadt der Quellen zu erkunden.
Unser zweites Ziel, die „Exsternsteine“ konnten wir bei herrlichem Sonnenschein erreichen. Je nach persönlicher Konstitution gab es Gelegenheit, die historische Kultstätte zu erleben.
Auf der Weiterfahrt in Richtung Heimat haben wir als zusätzliches interessantes Erlebnis in Büren, Ortsteil: Wewelsburg, das „Dreieckschloss Wewelsburg“ besucht. Eine Burg mit historischem Hintergrund aus dem Zweiten Weltkrieg.
Wohlbehalten, entspannt und um viele Eindrücke reicher, erreichten wir am frühen Abend wohlbehalten Iserlohn. Wir hatten alle einen erlebnisreichen Tag hinter uns, und manche Eindrücke werden noch lange in Erinnerung bleiben. Beim Abschied waren sich alle einig, einen wunderschönen Tag im Kreis der Selbsthilfegruppe erlebt zu haben.

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Tag des Schlafes – Dienstag 21. Juni 2016 –

Tag des Schlafes
Die Strapazen des Alltags holen jeden ein. Nicht nur der Körper muss sich von diesen Anstrengungen des Tages erholen, sondern auch der Geist benötigt die erholsame Nachtruhe um gesund zu bleiben.
Wie viel Schlaf man braucht, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, eine Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden wird aber von vielen Forschern als optimal angesehen. Leider ist in Zeiten von ständiger Erreichbarkeit und enormen Leistungsdruck eine unzureichende Erholungsphase keine Seltenheit. Um auf die große Bedeutung eines ausreichend langen und erholsamen Schlafes hinzuweisen, wurde am 21.6.1999 von dem Verein Tag des Schlafes ein gleichnamiger Aktionstag ins Leben gerufen.
Was bedeutet dieser Tag?
Für viele Menschen ist der Schlaf schon längst kein geliebter Genuss mehr, sondern eher ein notweniges Übel. Die Schlafstörung in all ihren Erscheinungsformen hält Studien zufolge nachts mehr als 1/3 aller Deutschen wach. Die Ursachen für eine Schlafstörung können vielfältig sein. Schichtarbeit. Ruhestörungen oder seelische Belastungen, eine ungeeignete Schlafumgebung, können die Qualität des Schlafes negativ beeinflussen.
Der Aktionstag des Schlafes, der jährlich am 21. Juni stattfindet, soll auf das Problem von Schlafstörungen und auf die große Bedeutung des gesunden Schlafes hinweisen und zusätzlich mit falschen Vorurteilen zum Thema Schlaf aufräumen.
Warum ist dieser Tag so wichtig?
Zu wenig oder zu schlechtes Schlafen macht krank. Wir alle sollten mehr auf unsere Schlafgewohnheiten achten und dem Schlafen etwas von seinem schlechten Image nehmen. Die Erkenntnis: „Ich habe Schlafapnoe“ kann viele Probleme lösen.
Die Zusammenarbeit in einer Selbsthilfegruppe ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.

Werde Mitglied in der Selbsthilfegruppe und mach mit!

Werde Mitglied in der Selbsthilfegruppe und mach mit!


Denn in der Gemeinschaft werden große Probleme einfach ein wenig kleiner und die eigene Bürde eine viel geringere Last. Bei der Schlafapnoe kommt es im Schlaf immer wieder zu gefährlichen Atemaussetzern. Häufige Symptome der Schlafstörung sind Schnarchen und Müdigkeit am Tag. Zur Therapie eignen sich unter anderem spezielle Atemmasken. Schnarchen, lange Atempause, nach Luft schnappen – sind typische Symptome der Schlafapnoe. Häufig werden die gesundheitlichen Folgen unterschätzt.
Beobachte dich – dein Körper wird es dir danken. Schnarcher 3 In diesem Sinne, schlaft gut und träumt schön!
Deine Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Atemstillstand Iserlohn.

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Erster Iserlohner Schlafkongress ein voller Erfolg

1. Iserlohner Schlafkongress ein voller Erfolg*
Reaktionen:
Ick kann die Aussagen zum 1. Iserlohner Schlafkongress tatsächlich nur
bestätigen. Es war nicht nur graue Theorie, worüber die Referenten
sprachen. Häufig konnte ich meine eigene Krankheitsgeschichte erkennen
und ggfls. die Ursachen dafür wirklich nur bestätigen. Ich habe eine
Menge dazu gelernt, vor allem von Herrn Prof. Teschner. Mein herzlicher
Dank gilt all jenen, die an dieser Veranstaltung und deren Organisation
mitgewirkt haben.
Zum Schluss noch eine Frage zu den Ausführungen des Herrn Professor Teschner. Er sprach von einer Impfe gegen Bronchial- bzw. Lungen-erkrankungen. Wie heißt diese? (….pneumo……?) Leider konnte ich
mir den Namen nicht merken.
Herzliche Grüße und viel Spass und Freude bei der Jahresfahrt
Ralf-Jürgen Schlüter
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Sehr geehrter Herr Klahold,
Vielen herzlichen Dank für Ihre umfangreiche Arbeit, für Ihre perfekte Vorbereitung dieser gelungenen Veranstaltung.
Ich habe bereits jetzt mehrfach im Verwandten-und Bekanntenkreis lobend von dieser Veranstaltung berichtet und werde das auch am Dienstag bei meiner Kontrolluntersuchung im Schlaflabor der Lungenklinik tun. Durch den hervorragenden Vortrag von Herrn Prof. Dr. Teschler bin ich auch in der Lage dort gezielte Fragen ( z. B. Durchschlafprobleme) zu stellen.
Leider fehlten bei der Veranstaltung einige „Betroffene“ obwohl Ihre umfangreiche Werbung und meine Hinweise auf diesen Termin, das Desinteresse hätten auflösen müssen.
Nochmals: Gratulation und Danke.
Mit besten Grüssen
Horst Wiesner
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DANKE
für diese positiven Rückmeldungen

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Der 1. Iserlohner Schlafkongress – ein voller Erfolg

1. Iserlohner Schlafkongress ein voller Erfolg
Die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstillstand bedankt sich bei allen Besuchern und Referenten für diesen gelungenen Start in die Welt der Schlafapnoe. Ein besonderer Dank an Prof. Dr. med. Helmut Teschler, Chefarzt des Universitätsklinikum Essen. Dr. Teschner gehört zu den bekanntesten Schlafmedizinern und Pneumologen Deutschlands und hat durch seine Ausführungen verständlich deutlich gemacht, was für uns allen Schlafapnoe, Schnarchen und Atemaussetzer bedeutet.
Polizeihauptkommissar Andreas Filthaut zeigte deutlich auf, welche Strecke in einer Sekunde beim sogenannten „Sekundenschlaf“ bei welcher Geschwindigkeit zurücklegt wird.
„Schlafapnoe und Folgeerkrankungen“, „Masken in der PAP-Therapie“, „Der gesunde Schlaf“ und weitere Vorträge rundeten das Bild einer informativen Veranstaltung ab.
Die ersten Reaktionen der Besucher und auch der Aussteller waren so positiv, dass schon jetzt von einer Wiederholung im nächsten Jahr gesprochen wurde.

Zahlreiche Besucher verfolgen die Ausführungen der Referenten

Zahlreiche Besucher verfolgen die Ausführungen der Referenten

Prof. Dr. Teschler

Prof. Dr. Teschler

Dr. Burbach

Dr. Burbach

Björn Schäfer, Firma ELECTRO ZEUTIKA

Björn Schäfer, Firma ELECTRO ZEUTIKA

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Schnarcher in Gefahr

Schnarcher in Gefahr
Wochenspiegel vom 21.05.2016
Erster Iserlohner Schlafkongress
Samstag 28.05.2016 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr Parktheater. Alexanderhöhe
Iserlohn. (clau) „Du schnarchst!“ – Wer das zu hören bekommt, sollte aufmerken und sich dringend mit seinem Schlaf beschäftigen. Denn hinter dem vermeintlich harmlosen Schnarchen lauert eine ernste Gefahr für Gesundheit und Leben.

Schlafapnoe, das krankhafte Schnarchen, führt zu lebensbedrohlichen Atemaussetzern. Der Iserlohner Freddy Klahold weiß seit 16 Jahren, dass er selbst betroffen ist – so wie geschätzte fünf Prozent der Bevölkerung insgesamt. Seit 2007 ist er schon zum zweiten Mal Vorsitzender der heimischen Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstillstand.

„Wenn sie nicht behandelt wird, kann Schlafapnoe schwerwiegende Probleme nach sich ziehen“, sagt er und listet auf: „Diabetes, Depression, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall – und sogar Demenz.“
Freddy Klahold weiß seit 16 Jahren, dass er selbst betroffen ist. Als Vorsitzender der Hagen/Iserlohner „Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstillstand“ lädt er zum ersten Schlafkongress am Samstag, 28. Mai, ein. Freddy Klahold

Freddy Klahold weiß seit 16 Jahren, dass er selbst betroffen ist. Als Vorsitzender der Hagen/Iserlohner „Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstillstand“ lädt er zum ersten Schlafkongress am Samstag, 28. Mai, ein. (Foto: Claudia Eckhoff)

Frauen sind genauso betroffen wie Männer. Die unter 50-Jährigen nehmen das Problem oft nicht ernst genug. In der heimischen Selbsthilfegruppe treffen sich etwa sechs Mal im Jahr rund 40 Menschen zum Austausch und zu Vorträgen im Seniorenzentrum Waldstadt Iserlohn. Zur Gruppe gehören mittlerweile knapp 100 Betroffene aus Hagen und Iserlohn.Zwei Drittel von ihnen sind zwischen 50 und 70 Jahren alt.

Sie kommen zusammen, um ihr eigenes Leben zu schützen, indem sie etwa einen im Schlaf drohenden Herzinfarkt verhindern. Sie kommen aber auch zusammen, um das Leben anderer zu schützen, denn wer Nacht für Nacht nicht richtig tief schlafen kann, leidet tagsüber oft unter Müdigkeit und Erschöpfung.

Tragisch: Der so genannte „Sekundenschlaf“ ist Ursache für einen Teil schwerwiegender Verkehrsunfälle.
Unbedingt testen lassen

„Alle Schnarcher sollten unbedingt den Hausarzt aufsuchen“, rät Freddy Klahold. Bei Bedarf schickt der den Patienten weiter zum Lungenfacharzt. In mehreren Nächten im Schlaflabor wird das Schlaf- und Atemverhalten erst untersucht und dann mithilfe verschiedener Geräte reguliert.

„Hinter dem Schnarchen verbirgt sich eine Erschlaffung der Zungenmuskulatur“, so Freddy Klahold. „Die Zunge legt sich hinten auf die Luftröhre – und das Herz bekommt keinen Sauerstoff mehr. Die Atemaussetzer bemerkt der Schläfer selbst allerdings gar nicht.“

Zungentraining hilft bisher nur wenig. Operationen sind das letzte und radikalste Mittel. Aber es gibt andere Hilfen: Eine spezielle Kieferschiene, besondere Nasen- oder Gesichtsmasken und Atemgeräte, an die sich der Schläfer anschließt. „Das ist das umgekehrte Staubsaugerprinzip“, lacht Freddy Klahold. „Das Ding saugt nicht, das bläst eben. – Man gewöhnt sich dran.“ Was sein muss, muss sein: Auf Reisen geht es für die Betroffenen mit einem kleineren, mobilen Beatmungsgerät.
Schlafkongress in Iserlohn

Über Schlafapnoe und ihre Folgeerkrankungen, über den Sekundenschlaf und die schwere Lungenerkrankung COPD informiert der erste Iserlohner Schlafkongress. Er findet am Samstag, 28. Mai 2016, von 9 bis 16 Uhr im Parktheater Iserlohn statt. Dazu laden die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstillstand Iserlohn und der Bundesverband Schlafapnoe und Schlafstörungen Deutschland ein. Diverse Experten-Vorträge geben eine Übersicht über die gesundheitlichen Probleme schlafbezogener Erkrankungen. Angeschlossen ist eine Industrieausstellung. Dort finden die Besucher Anregungen für einen erholsamen Schlaf.

Schirmherr ist Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber sehr willkommen unter E-Mail fk188@t-online.de oder per Fax an 02371 / 23291.

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Schnarchen kann gefährlich sein!

1. Iserlohner Schlafkongress 28.Mai 2016, Beginn 10,00 Uhr im Parktheater Iserlohn FLYER
Das Schlafapnoe-Syndrom
Von Freddy Klahold
Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom ist ein Beschwerdebild, das durch Atemstillstände während des Schlafs, sogenannte Apnoen, verursacht wird. Vordergründig manifestiert sich dieses Krankheitsbild durch ein welt-
bekanntes, uraltes Phänomen: das Schnarchen.

Nicht jeder Mensch schnarcht. Es bedarf schon besonderer Umstände, damit dieses Geräusch entsteht. Die Muskelspannung lässt bei allen Menschen im Schlaf nach. Auch die Muskeln im Rachen und der Zungenmuskel, der die Zunge nach vorne zieht, erschlaffen während des Schlafs. Rachenwand, weicher Gaumen und Zungenwurzel nähern sich bei der Einatmung durch den Sog, der von der Lunge ausgeht, und durch die verringerte Muskelspannung einander an. Im Normalfall reicht die Muskelspannung jedoch immer noch aus, um den Rachen weit genug offen zu halten, sodass die Luft ungehindert hindurchströmen kann.
Anders beim Schnarcher: Hier kommt es aufgrund der entspannten Rachen- und Zungenmuskulatur zu Verengungen. Im Bereich dieser Engstellen strömt die Luft beim Einatmen schneller. Der beschleunigte Luftstrom bringt die Weichteile im Rachen verstärkt zum Vibrieren. Der Schlafende beginnt zu schnarchen.
Schnarchen tritt vor allem dann auf, wenn man auf dem Rücken liegt. Die Zungenwurzel fällt in der Rückenlage ein wenig nach hinten zur Rachenwand hin; und da der Hauptzungenmuskel vor allem im Tiefschlaf entspannt ist, wird der Schwerkraft nicht gegengesteuert. Die Folge: Es kommt zu einer Enge im Rachenraum; dadurch beschleunigt sich der Luftstrom, und die Weichteile im Rachen werden in Schwingungen versetzt – das charakteristische Schnarchgeräusch entsteht.

Krankhaftes Schnarchen
Gefährlich wird das Schnarchen, wenn es dabei zu einem Verschluss der oberen Atemwege während des Schlafs kommt und dadurch die Atmung zeitweise aussetzt. Diese Atemaussetzer bezeichnet man als obstruktive (verschlussbedingte) Apnoen. Durch diese Atemstillstände wird der lebenswichtige Gasaustausch beeinträchtigt: Während der Atempausen sinkt der Sauerstoffgehalt des arteriellen Blutes ab, da kein Nachschub aus der Atemluft kommt. Infolgedessen kommt es auch zu einem Sauerstoffmangel in den Körpergeweben, die vom Blut mit Sauerstoff versorgt werden. Gleichzeitig kann das Kohlendioxid, das von den Zellen ans Blut abgegeben wird, nicht mehr abgeatmet werden: Der Kohlendioxidgehalt des Blutes steigt übermäßig an.
Der Sauerstoffmangel, der Anstieg der Kohlendioxidkonzentration im Blut und die verzweifelten Atemanstrengungen des Schnarchers (der ja trotz seiner verschlossenen Atemwege nach Luft ringt) werden vom zentralen Nervensystem registriert und führen zu einer lebensrettenden kurzen Weckreaktion, durch die der Patient wieder Luft bekommt. Dieser erste Atemzug nach der Atempause ist in der Regel mit einem lauten Schnarchgeräusch verbunden, weil sich der Verschluss gelöst hat, der Rachen aber noch eng ist und durch den hohen Atemantrieb aufgrund der kritischen Situation die Einatmung besonders heftig erfolgt. Nachdem die Atemwege nun offen sind und sich die Atmung normalisiert hat, schläft der Betroffene wieder ein – bis zur nächsten Atempause.
Kommt es innerhalb einer Stunde zu mehr als zehn Atemaussetzern, spricht der Arzt von einer obstruktiven Schlafapnoe.
Ein Faktor, der Schnarchen und Schlafapnoe begünstigt, ist Übergewicht. Doch auch mit zunehmendem Alter wird Schlafapnoe immer häufiger. Denn im Alter verringert sich unsere Muskelspannung mit dem Effekt, dass auch die Gewebeteile im Rachenraum schlaffer werden.
Aber selbst Jugend und Schlankheit sind keine Anti-Schnarch-Garantien: Es gibt auch junge Menschen, die topfit sind, kein Gramm zu viel auf den Hüften haben und trotzdem schnarchen wie die Weltmeister.

Diagnose im Schlaflabor
Ob man an Schlafapnoe leidet, wird im Schlaflabor diagnostiziert. Dieser stationären Untersuchung geht eine Voruntersuchung beim niedergelassenen Facharzt voraus, der den Verdacht auf Schlafapnoe feststellt. Im Schlaflabor werden am Körper des Patienten Sensoren mit Kabeln befestigt. So wird eine Reihe von Körperfunktionen registriert, aus denen man eine Schlafapnoe feststellen kann. Zur Behandlung erhält der Patient ein Überdruckbeatmungsgerät mit einer Maske. Dieses hilft, die gefährlichen Atemaussetzer beim Schlafen zu verhindern.
Bei der nächtlichen Untersuchung im Schlaflabor werden zahlreiche Körperfunktionen registriert wie z. B. die Hirnströme und die Herzaktivität, der Atemstrom an der Nase, Herzschlag und Sauerstoffsättigung des Bluts, Augen- und Atembewegung und die Muskelspannung des Kinns. Der QR-Code führt Sie zu einer ausführlichen Beschreibung darüber, was im Schlaflabor im Einzelnen geschieht.

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